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Neue Ernte Bergheu

Aktuelles

Der alljährliche Stichtag 15. Juli ist für die Bergbauern wohl ein geschriebenes Gesetz, darf doch das Bergheu früher nicht gemäht werden. Dieses Datum dient der zeitgemäßen Samenbildung der Gräser, Blumen und Kräutlein und dem nur dadurch garantierten Erhalt seltener Heil-Pflanzen. In dieser Höhe finden diese den besten Nährboden und optimale Wachstumsbedingungen .

Nun, der Stichtag war , das duftende Bergheu liegt am Steilhang! Welch ein Glück, es waren tatsächlich drei durchwegs schöne Sonnentage zum Trocknen und nun heißt es für die Bauernfamilie Lang - und uns - "Ran an die Heugabel", den Heurechen und den glühenden Hang ! 

 

Frauenmantel, Silbermantel, Dost, Zinnkraut, wilde Minze......und vieles mehr entdecken wir am Hang, im trockenen Heu als duftende und heilsame Zugabe genauso, wie schon wieder frisch gewachsen.

Hier muss sich die Natur nicht erholen, das Potential für neues Grün schlummert bereits wieder im fruchtbaren Boden . Mit dem Morgentau spießen die unzähligen Kräutlein auf ein Neues. 

 

Naturbiotop Äschach Pfaffenboden: Lebensraum für Kleintiere.  Grashüpfer "Flipp " findet hier paradiesische Zustände, Käfer krabbeln uns über die Beine und eine doch selten gewordene Weinbergschnecke, samt architektonisch genialem Haus, zieht sich vorsichtshalber zurück. 

Selbstverständlich legen wir sie behutsam in den kühleren Schatten. 

 

Die Einen sind Profis: Kraft am Berg demonstriert uns die Familie Lang, die uns das Heu alljährlich zur Verfügung stellt.

Barney befördert behend das Heu mittels Körpereinsatz nach unten, Vater Hans-Jock verblüfft uns mit seinen 80 Jahren mit einer bewunderns -und erstrebenswerten Kondition, die uns ziemlich beeindruckt, während Mama Kathrina für kalte Getränke und anschließend Kaffe und frisch gebackenen Kirschkuchen sorgt. 

es ist einfach schön.....

 

während die Anderen -wir-" Heu Amateure "  versuchen , das Beste zu geben.

Bleischwere Arme, glühend heisse Fußsohlen, schweissgebadet, duftes Heu ........überall !

 Müde, glücklich uuuuund hungrig !  Der Kuchen duftet bereits aus dem Feriendomizil Pfaffenboden, das architektonisch mindestens so perfekt in die Landschaft passt, wie das Schneckenhaus unserer Weinbergschnecke.  

Gekonnt ist eben gekonnt.  Wen wunderts, unser "Bauer" Barney hat´s geplant, er ist so ganz nebenbei Architekt ;-) ! 

unendlich genüßlich und gesellig der verdiente Feierabend im Haus.

Wir leben, wo andere Urlaub machen. Doch immer wieder beeindruckt  schauen wir in ein faszinierendes Bergpanorama und sind dankbar für den Tag.

Lang noch sitzen wir zusammen , frönen unseren nun reduzierte Bedürnissen von essen, trinken und sitzen. Die Zeit vergeht mit erzählen und lachen und wir horchen den spannenden  Geschichten von Hans-Jock, staunen und genießen den Sonnenuntergang am Berg.

Mit heim nehmen wir echte Gespräche mit Freunden, viel Zufriedenheit und ein spezial gutes Kuchenrezept von Kathrina.